DIE SCHRÖDERS

Wir standen schon für deutschsprachigen Punkrock, als Texte in deutscher Sprache noch alles Andere als Radiotauglich und Mainstream waren. Wir waren schon weit über die deutschen Grenzen bekannt, als es noch kein Internet gab. Unsere Fans sind über Jahre in fast 1000 Konzerten hart erspielt worden und nicht über soziale Netzwerke. Bei uns campierten die Fans schon im Vorgarten, lange bevor die Mitglieder von Tokio Hotel geboren wurden. Unser erstes Album gab es nur auf Vinyl. Nicht weil es cool war, sondern weil es noch keine CDs gab.

2009 gaben wir unser letztes offizielles Konzert als reguläre Band.

Seit 2014 spielen wir wieder gelegentlich aus Freundschaft zueinander und zu unseren Fans.

2024 liegt unsere Gründung 35 Jahre zurück.

BIO

Unbekannte Scheißband aus Deutschländ…

Die Schröders wurden 1989 von Burger (Voc / Git / Songwriting) und Hämpy (Git) in Bad Gandersheim in Niedersachsen gegründet und wurden noch im selben Jahr durch den Bassisten Hachi erweitert. Anfang 1990 komplettierte Schlagzeuger Mike die erste Besetzung.

Nachdem sie zu Beginn vor allem durch regionale Auftritte und Veranstaltungen in Clubs und Ähnlichem eine Fangemeinde erspielten, wurde bereits 1989 der „Freunde der Schröders“-Fanclub gegründet. Erste überregionale Aufmerksamkeit wurde ihnen zuteil, als sie 1990 an der achtteiligen Foto-Lovestory „Song für Candy“ in der Jugendzeitschrift Bravo teilnahmen. Durch die ebenfalls 1990 bei EMI veröffentlichte erste Single Candy, welche sich über 15.000 mal verkaufen konnte, wurde ihnen weitere Medienpräsenz zuteil.

Nach einem Wechsel von EMI zum Indie-Label T.A.O.B. brachten sie 1991 ihr erstes Album Mutter horcht an deiner Tür heraus, welchem die erste Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz folgte. 1993 kam es zu Veränderungen in der Band, Schlagzeuger Mike, der lieber eine Lehre anfangen wollte, wurde durch Maja ersetzt. Kurze Zeit später kam es auch zum Wechsel am Bass. Für Hachi stieß Bassist Hagen zur Band. Gitarrist Vipo wurde zunächst für Studio-Unterstützung und später auch als zweiter Live-Gitarrist engagiert.

In dieser neuen Besetzung wechselten sie abermals ihr Label und veröffentlichten 1995 bei WEA Records das zweite Studioalbum Frisch gepresst. Vor allem in Österreich war das Album samt seiner Single Lass uns schmutzig Liebe machen sehr erfolgreich, sie hielten sich wochenlang auf Platz 1 in den österreichischen Charts und wurden mit Platin ausgezeichnet. Aber auch in Deutschland war das Album erfolgreich, sodass die Band in den nächsten Monaten u.A. auch in diversen Sendungen bei MTV und VIVA auftrat. 1996 kam es zur Veröffentlichung der LP Schwer Scheff, in deren Anschluss Die Schröders in Österreich im Vorprogramm von Bon Jovi und H-Blockx spielten. Mit diesem Album war die Band Teil einer neu entstehenden Generation von Bands im Umfeld des Alternative Rock mit deutschen Texten.

Die Band beginnt aus Spaß als ihre eigene Vorband aufzutreten. Dies geschieht stark verkleidet, so dass nicht zu erkennen ist, dass die Schröders selbst bereits auf der Bühne stehen – lange Zeit als die „Bunten Tunten“, einer lauten Punkrockband im Drag Queen-Look. Aufwendig als Frauen kostümiert und geschminkt, coverten sie so Disco-Klassiker von Abba, Hot Chocolate etc. als Punkrockversionen. Später entstanden die legendären „Bonanzaboys“, ausgewiesen als hässlichste Boygroup der Welt. Bekleidet mit schlecht sitzenden Anzügen, biederen Perücken und dicken Hornbrillen arrangierten sie Boygroup-Hits der damaligen Zeit in Trash Metall Stücke um, so dass die Songs – mit Ausnahme des Refrains – weitgehend unkenntlich gemacht wurden. Eine weitere Besonderheit neben den extravaganten Bühnenoutfits und dem völlig bewegungslosen Spielen der Stücke waren minutenlange Pausen zwischen den einzelnen Liedern, in denen die Band kein Wort sprach und wie versteinert auf der Bühne stand.

Das vierte Schröders-Album „Gilp“ kam im Jahr 1997 auf den Markt und wurde ebenfalls von einer Tour begleitet. In der Zeit danach kam es zur Trennung sowohl von WEA Records als auch von Maja und Hagen. Maja wollte sich auf seine DJ-Karriere konzentrieren. Hagen arbeitet jetzt unter anderem als Tourbassist von Oomph!. Bassist O-Lee und Schlagzeuger Sascha besetzen bis heute vakanten Stellen. Auf der CD Gilp präsentierte die Band eine neue musikalische Bandbreite, die von Easy Listening bis hin zu elektronischen Elementen reichte. Diese Entwicklung stieß zwar nicht nur auf positives Echo, zeigte aber die Bereitschaft der Band, unterschiedliche musikalische Stilrichtungen auszuloten – wie bereits zuvor beim Übergang vom poppigen Album „Frisch Gepresst“ zum rauen Nachfolger „Schwer Scheff“.

Erst 2001 wurde das nächste Album Das Leben ist kein Ponyhof vorgestellt, welches über EMI Music veröffentlicht wurde und wieder deutlich gitarrenlastiger daherkam als der Vorgänger. Im Jahr 2002 verließ Lead-Gitarrist Vipo die Band aus persönlichen Gründen. Die Schröders treten seit diesem Zeitpunkt in ihrer aktuellen Besetzung zu viert auf.

In den folgenden beiden Jahren arbeitete die Band vor allem daran, unabhängig von der großen Plattenindustrie agieren zu können. Weitere Angebote von Seiten großer Major-Plattenlabels wurden konsequent abgelehnt. 2003 wurde das Best-Of-Album Das Beste veröffentlicht. Im gleichen Jahr lieferten sie die Titelmelodie zur ProSieben-Serie „Was nicht passt, wird passend gemacht“.

2004 tritt Frontmann Burger der Liedermacher-Formation „Monsters of Liedermaching“ bei und ist somit parallel Mitbegründer einer weiteren sehr erfolgreichen Band.

Ihr letztes, wieder sehr Punkrock-orientiertes Album Endlich 18 veröffentlichen Die Schröders am 22. Februar 2008. Hierzu gab es im April und Mai 2008 eine Tour in über 20 Clubs in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien sowie Festivalauftritte im Sommer.

Am 17. Februar 2009 kündigte Jens Burger die Auflösung der Schröders an. Man wolle noch einige Festivals und Ende des Jahres eine Abschiedstournee spielen. Ein mögliches Comeback schließt die Band nicht aus. Am 27. Dezember 2009 beendeten die Schröders ihre Abschiedstournee mit dem letzten von 3 ausverkauften Konzerten in der Palaver Hall in ihrem Heimatort Bad Gandersheim. Als Überraschung präsentierten sie sich den Zuschauern noch einmal als „Bonanza Boys“ und traten damit als ihre eigene Vorgruppe auf. Die Schröders selbst spielten auf diesem Konzert noch einmal ein paar Songs mit einigen ehemaligen Bandmitgliedern.

Nach 5 Jahren kompletter Funkstille spielten die Schröders 2014 auf Drängen der Agentur KOKS auf 5 Festivals. Unter anderen auf dem Taubertal-Festival und beim Open Flair. Seit dem treten die Schröders ein bis zweimal pro Jahr aus Spaß bei ausgesuchten Veranstaltungen auf. Eine richtige Reunion oder gar ein neues Album schließt die Band jedoch bis heute aus.

Am 31. Mai 2024 feiert die Band ihren 35. Gründungstag vor großer Kulisse auf dem Bad Gandersheimer Flugplatz.

Quelle: Wikipedia

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